Gebühren

Notar Bernd C. Romppel

Aufgrund der Tätigkeit des Notars entstehen Kosten. Diese sind seit dem 01.08.2013 im Gerichts- und Notarkostengesetz (GNotKG) geregelt, zuvor galt die Kostenordnung.Nach über 27 Jahren gehen damit auch eine leichte Gebührenerhöhung einher (ca. 10-20 %), sowie generelle Änderungen im System. Insgesamt ist das Kostenrecht damit leistungsgerechter geworden.Neu ist auch, daß jede Notarkostenrechnung mit einer Rechtsbehelfsbelehrung versehen werden muß. Beanstandet der Kostenschuldner die Kostenrechnung, kann er sich mittels einer formlosen Beschwerde an den Notar wenden, der ihr abhelfen kann; tut er dies nicht, kann der Kostenschuldner einen Antrag auf Überprüfung der Kostenrechnung beim zuständigen Landgericht stellen.

Die Gebühren des Notars werden in der Regel nach dem Wert berechnet, den der Gegenstand des Geschäfts hat (sog. Geschäftswert). Verbindlichkeiten, die auf dem Gegenstand lasten, werden bei der Ermittlung des Geschäftswerts nicht abgezogen. Fertigt der Notar auf Erfordern nur den Entwurf einer Urkunde, so muß er in dem Falle, dass es – gleich aus welchen Gründen – nicht zur Beurkundung kommt, die für die Beurkundung bestimmte Gebühr erheben.

Zahlt der Kostenschuldner Gebühren trotz Fälligkeit nicht, werden die Kosten aufgrund einer mit der Vollstreckungsklausel des Notars versehenen Ausfertigung der Kostenberechnung zwangsweise beigetrieben.